Vielfalt in der Kinder- und Jugendarbeit
„Bielefeld ist bunt und weltoffen“
Während Weltoffenheit immer wieder aktiv unter Beweis gestellt und demonstriert werden muss, ist gesellschaftliche Vielfalt in der Stadt schon lange Realität. Denn ein großer Teil der in Bielefeld Heranwachsenden, Lernenden, Arbeitenden und sich Engagierenden hat eine internationale Familiengeschichte.
Organisationen und Vereine von Menschen mit internationaler Familiengeschichte wurden politisch lange Zeit wenig beachtet und zum Teil geächtet. Erst mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetztes im Jahr 2005 wurden vermehrt auch die Potenziale migrantisch geprägter Organisationen hervorgehoben, insbesondere in Zusammenhang mit der Integration neu Zugewanderter.
Trotz ihrer Wichtigkeit als Brückenbauende in beratender, begleitender und vermittelnder Funktion ist das Spektrum des Engagements von Vereinen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte sehr viel breiter und auch in der Kinder- und Jugendarbeit äußerst vielfältig. So erstrecken sich die Aktivitätsfelder über diverse Bereiche, von künstlerisch-kreativen Aktivitäten über inklusive Angebote bis hin zu Bildungsangeboten wie dem Vermitteln von Herkunftssprache(n) oder auch des Deutschen.
Gemeinsam ist migrantisch geprägten Menschen und ihren Vereinen leider oft, dass sie im öffentlichen Raum noch immer unterrepräsentiert sind. Unser Ziel ist es daher, die oft ehrenamtlich geleistete Kinder- und Jugendarbeit von Vereinen und Gruppen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte sichtbarer zu machen und zu fördern und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
- Sichtbarmachen von Engagement
Die Beiträge von Vereinen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte in der Kinder- und Jugendarbeit sollen stärker in den Fokus gerückt werden.
Dies hilft, die vorhandene Vielfalt in der Kinder- und Jugendarbeit abzubilden, und zu verdeutlichen, dass Menschen mit internationalen Familiengeschichten unsere Zivilgesellschaft schon seit Jahrzehnten maßgeblich mitgestalten.
- Förderung und Unterstützung
Unser Unterstützungsangebot möchten wir möglichst an die Bedarfe der Vereine anpassen. Daneben stehen uns aus dem Integrationsbudget der Stadt Bielefeld auch finanzielle Mittel zur Verfügung, die Vorhaben und Projekte von Vereinen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte in der Kinder- und Jugendarbeit fördern sollen. (Hier geht es zum Antragsformular und zur Richtlinie Vielfalt in der Kinder- und Jugendarbeit stärken) - Zusammenarbeit und Vernetzung
Indem Ressourcen und Bedarfe sichtbar gemacht werden, entstehen neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verbänden und Organisationen in der Kinder- und Jugendarbeit. Diese Kooperationen fördern Synergien und tragen dazu bei, die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit insgesamt zu stärken.
Unser Ansatz verbindet Anerkennung, Förderung und Zusammenarbeit, um eine nachhaltige und vielfältige Kinder- und Jugendarbeit in Bielefeld zu gewährleisten.
Quellen:
- Einwohnermelderegister der Stadt Bielefeld zum 31.12.2024
- Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR-Forschungsbereich) 2020: Vielfältig engagiert – breit vernetzt – partiell eingebunden? Migrantenorganisationen als gestaltende Kraft in der Gesellschaft, Berlin.
Übersicht der geförderten Projekte
Im Rahmen der Förderung Vielfalt in der Kinder- und Jugendarbeit stärken konnten bisher folgende Projekte gefördert werden:
ADD Bielefeld e.V. & FC Türksport 1976 e.V.
Am 17. Mai 2025 veranstalteten der ADD Bielefeld e.V. gemeinsam mit dem FC Türksport Bielefeld ein Kinder- und Jugendfest auf dem Sportplatz in Brackwede. Bei sonnigem Wetter und guter Stimmung bot das Gelände vielfältige Aktivitäten, Musik und Begegnungsmöglichkeiten.
Auftritte des Kinderchors von ADD Bielefeld sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgten für Unterhaltung. Viele Kinder beteiligten sich aktiv an den Angeboten und nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Spielen.
Das Fest wurde offiziell durch den Bezirksbürgermeister Jesco von Kuczkowski eröffnet, der in seiner Ansprache die Bedeutung des Engagements vor Ort hervorhob.
Neben dem Programm gab es Raum für Austausch und Begegnung. Kurz vor dem Abbau setzte ein Unwetter ein, das den Verlauf der Veranstaltung jedoch nicht beeinträchtigte.
Arabische Frauenvereinigung e.V.
Im Zeitraum von April bis August 2025 wurde ein Bildungsprogramm für arabische Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren durchgeführt. Ziel des Projekts war es, soziale und persönliche Kompetenzen zu fördern, die kulturelle Identität sowie die arabische Sprache zu stärken, Integrationsprozesse zu begleiten und Umweltbewusstsein zu vermitteln.
Die Angebote fanden regelmäßig in Gruppen statt und wurden pädagogisch begleitet. Inhaltlich gliederte sich das Programm in mehrere thematische Bereiche. Im Bereich der sozialen und persönlichen Entwicklung standen Selbstreflexion, Kommunikation und Gruppeninteraktion im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der arabischen Sprache und Kultur, wobei Sprachpraxis, Erzählformate und kulturelle Inhalte zur Stärkung der bilingualen Identität eingesetzt wurden.
Im Modul Nachhaltigkeit und Umwelt wurden Grundlagen des Umwelt- und Ressourcenschutzes vermittelt und durch kreative praktische Einheiten ergänzt. Darüber hinaus fand gemeinsames Kochen mit einfachen Gerichten der arabischen Küche statt, das als Anlass für Zusammenarbeit und kulturellen Austausch diente.
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmoduls wurde eine Exkursion in den Tierpark durchgeführt. Thematisiert wurden dabei das Verhalten von Tieren, der Schutz natürlicher Lebensräume, die Bedeutung von Biodiversität sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Natur und Umwelt.
Im Verlauf des Projekts zeigten die Teilnehmenden eine Weiterentwicklung ihrer kommunikativen und sozialen Fähigkeiten sowie eine stärkere Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität. Zudem wurde ein bewussterer Umgang mit Umwelt- und Naturschutz beobachtet.
Griechischen Gemeinde von Bielefeld e.V.
Am Samstag, den 15. Februar 2025, fand in der Zeit von 13 bis 16 Uhr eine Pflanzaktion in und vor den Räumen der Griechischen Gemeinde am Heimweg 4 statt. Ziel war es, das Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Insgesamt nahmen rund 30 Personen teil, darunter 22 Kinder und Jugendliche sowie 8 Eltern. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Umwelt und Natur wurde der Vorplatz von Unkraut und Müll befreit. Anschließend bepflanzten die Teilnehmenden eigene Töpfe zum Mitnehmen sowie Blumenkästen für die Fassade der Gemeinde.
Jedes Kind konnte seine Pflanze mit einem Namensschild versehen und übernimmt künftig die Pflege. Das Projekt wurde von den Kindern und Jugendlichen positiv aufgenommen – viele kümmern sich auch weiterhin um die Pflanzen.
Impuls Bildungsforum e.V.
Am 5. April 2025 fand ein FIFA-Turnier mit insgesamt 32 teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 13-23 Jahren statt. Gespielt wurde in Gruppen, die per Losverfahren zu Beginn der Veranstaltung gebildet wurden.
Jede Gruppe hatte eine Gruppenleitung, die für den ordnungsgemäßen Ablauf, die Einhaltung der Spielzeiten und die Dokumentation der Ergebnisse zuständig war. Zwischen den Spielen bestand die Möglichkeit, im Essbereich Pizza und Getränke zu genießen.
Aus den Gruppen qualifizierten sich die besten Spielenden für die nächste Runde. Nach den Halbfinalspielen folgte zunächst das Spiel um Platz 3, bevor das Finale ausgetragen wurde. Dieses gestaltete sich ausgeglichen und spannend bis zum Schluss.
Das Turnier verlief in einer angenehmen und fairen Atmosphäre. Neben dem sportlichen Wettbewerb gab es Gelegenheit zum Austausch, wodurch neue Kontakte entstanden und bestehende Freundschaften vertieft wurden.
Am 6. April 2025 fand ein Fußballturnier mit insgesamt 48 teilnehmenden Jugendlichen statt. Acht Teams mit je sechs Spielenden traten in der Sportanlage gegeneinander an.
Die Mannschaften spielten in zwei Gruppen mit jeweils vier Teams gegeneinander. Die jeweils besten zwei Teams qualifizierten sich für das Halbfinale. Das Finale war besonders spannend und wurde schließlich durch ein Elfmeterschießen entschieden.
Im Anschluss an die sportlichen Wettbewerbe gab es ein gemeinsames Essen mit frisch zubereitetem Döner. Danach fand die Preisvergabe statt – sowohl für das aktuelle Fußballturnier als auch rückblickend für das FIFA-Turnier am Vortag.
Das Turnier verlief fair und in freundschaftlicher Atmosphäre. Neben den Spielen nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte.
Am 26. April nahmen 23 Jugendliche an einem Ausflug in den Heidepark Soltau teil. Die Anreise erfolgte in Fahrgemeinschaften mit gemieteten Kleinbussen. Treffpunkt war am Morgen in Bielefeld, von wo aus die Gruppe gemeinsam startete.
Nach der Ankunft im Park teilten sich die Teilnehmenden in kleinere Gruppen auf, um unterschiedliche Attraktionen zu besuchen. Im Laufe des Tages wurden zahlreiche Fahrgeschäfte ausprobiert, Pausen eingelegt und Erfahrungen innerhalb der Gruppe ausgetauscht. Zwischendurch trafen die Kleingruppen immer wieder zusammen und setzten Teile des Programms gemeinsam fort.
Am frühen Abend verließ die Gruppe den Park. Auf dem Rückweg nach Bielefeld gab es einen Zwischenstopp in Hannover, wo die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Abendessen den Tag ausklingen ließen.
Der Ausflug verlief in freundlicher und entspannter Atmosphäre. Die Teilnehmenden nutzten den Tag sowohl für gemeinsame Erlebnisse als auch für den Austausch in kleineren Gruppen.
Internationales Begegnungszentrum Friedenshaus e.V.
Im Frühjahr 2025 wurde ein zuvor wenig genutzter Raum auf dem Dachboden des IBZ zu einer Medienwerkstatt umgestaltet. Zunächst entfernten zwei Ehrenamtliche den alten Teppichboden und verlegten Laminat mit neuen Sockelleisten.
Mit der Anschaffung von Technik – zwei Mac Mini-Rechnern mit Monitoren, Tastaturen und Mäusen sowie einem mobilen TV-Ständer – erhielt der Raum eine moderne Grundausstattung und kann nun flexibel genutzt werden.
Im Rahmen einer Upcycling-Phase fanden mehrere Workshops statt:
- Graffiti-Workshop: 11 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren lernten Grundlagen der Graffitikultur und den Umgang mit Sprühdosen. Auf selbstgebauten Holzwänden im Hof gestalteten sie eigene Werke, von denen einige nun den Raum schmücken. Zusätzlich gestaltete die Workshopleiterin eine große Weltkarte an einer Wand.
- Upcycling-Workshop in den Sommerferien: 10 Kinder entwickelten in einer Ferienwoche Deko-Ideen für den neuen Raum. Aus unterschiedlichen Materialien entstanden kreative Elemente für die Einrichtung. Die Woche endete mit einem Picknick und einem Besuch in der Eisdiele.
Zur weiteren Ausstattung gehören neue Möbel wie Sofa, Sitzsäcke, Regale und eine Trennwand sowie eine mobile Klimaanlage und Schallschutz. Diese Elemente verbessern die Nutzbarkeit und sorgen für eine angenehme Atmosphäre.
Parallel wurde auch die Technik für Podcast-Projekte aufgebaut: Ein Mischpult, ein MacBook sowie vier Mikrofone mit Stativen stehen bereit. Ein eigener Podcast-Workshop ist in Planung.
Mit Renovierung, neuer Technik und kreativen Workshops konnte die Medienwerkstatt eingerichtet und als neuer Raum für kreative Projekte eröffnet werden.
Jugendarbeit des Alevitischen Kulturvereins Bielefeld
Vom 30. bis 31. Mai 2025 unternahmen Jugendliche der Alevitischen Kulturgemeinde Bielefeld eine Bildungsreise nach Berlin. An der Exkursion nahmen 16 Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren sowie vier Begleitpersonen teil.
Ziel der Reise war es, die Bundeshauptstadt mit ihren kulturellen und politischen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen und historisches Bewusstsein zu fördern. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Herausforderungen wurde dabei insbesondere die Auseinandersetzung mit Antisemitismus thematisiert.
Aus diesem Anlass besuchten die Teilnehmenden das Holocaust-Mahnmal im Zentrum Berlins. Darüber hinaus stand die deutsche Teilung im Fokus. Zur Vertiefung dieses wichtigen Abschnitts der deutschen Geschichte wurde das Museum „The Wall“ besucht, das sich mit der Berliner Mauer und ihren Auswirkungen befasst.
Zum Abschluss der Bildungsreise erkundeten die Jugendlichen weitere zentrale Orte Berlins, darunter den Berliner Dom.
JugendOrth Plan-B
Vom 25. bis 30. Juli 2025 nahmen 35 Kinder und 15 erwachsene Betreuer an der Ferienfreizeit in der Senne teil. Zusätzlich unterstützten 10 junge Erwachsene aus unserem Jugendverein das Camp.
Zu Beginn wurden die Kinder nach einer Begrüßung in drei Gruppen eingeteilt. Diese übernahmen gemeinsame Küchen- und Besendienste, gestalteten eigene T-Shirts, Fahnen und Symbole und traten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an.
Der Tagesablauf umfasste feste Programmpunkte wie Aufstehen, Morgengymnastik, Mahlzeiten und Aufräumen. Dazwischen fanden verschiedene Aktivitäten statt, darunter sportliche Wettkämpfe (Fußball, Basketball), eine Waldwanderung mit Beeren-Sammeln, Kurse in Selbstverteidigung sowie Gesprächsrunden zu aktuellen Themen. Auch Weltliteratur wurde behandelt: Werke von Puschkin, Lermontow, Tolstoy, Goethe und Schiller standen ebenso auf dem Programm wie Kinderliteratur.
Kreative Angebote ergänzten den Ablauf. Neben Brennkunst, Papiermaché und Basteln aus Salzteig leitete ein professioneller Maler einen Kurs zu Maltechniken und Farbwahl. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Backen und Verzieren von Fondanttorten: Jede Gruppe gestaltete ihre eigene Torte, drei Geburtstagskinder erhielten zudem individuell geschmückte Torten.
Darüber hinaus fanden Theaterproben und Unterricht statt. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Konzert, bei dem die Kinder ihre Ergebnisse präsentierten. Jedes Kind erhielt ein kleines Geschenk als Erinnerung.
Das Sommercamp bot damit eine Mischung aus Sport, Kreativität, Wissen und Gemeinschaft.
SHG Sputnik Bielefeld
Von März bis Juli 2025 fanden wöchentliche kunsttherapeutische Workshops für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren statt. Teilgenommen haben Kinder mit besonderen Bedürfnissen, darunter Entwicklungsverzögerungen, Autismus-Spektrum-Störungen und sensorische Beeinträchtigungen.
Die Kinder setzten sich kreativ mit Malen, Zeichnen, Basteln und Kneten auseinander. Themenschwerpunkte waren Feinmotorik, emotionaler Ausdruck, Wahrnehmung, Konzentration und soziale Interaktion.
Während der Workshops entstand eine Sammlung gemeinsamer Arbeiten, die am Ende jeder Einheit präsentiert und besprochen wurden. Die Eltern begleiteten die Treffen als unterstützende Helfer und nahmen ebenfalls aktiv am kreativen Prozess teil.
Vom 15. bis 17. August fand anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Selbsthilfegruppe Sputnik-Bielefeld ein Jubiläumstreffen mit 49 Teilnehmenden statt, darunter Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Ziel des Treffens war der fachliche Austausch, die Stärkung elterlicher Kompetenzen sowie die Förderung von Vernetzung und Gemeinschaft.
Im Mittelpunkt standen Themen wie die psychische Gesundheit von Eltern und Kindern, der Umgang mit Stress und Überlastung, gesunde Ernährung, Entspannungstechniken sowie Krankheitsprävention. Ergänzend wurden praxisnahe Workshops angeboten, unter anderem zur Selbstbehauptung und zur Erstellung individueller Gesundheitspläne für Familien.
Während die Kinder betreut wurden, konnten sich die Eltern auf die inhaltliche Arbeit und den Austausch konzentrieren. Gemeinsame Aktivitäten unterstützten den Aufbau und die Vertiefung von Kontakten innerhalb der Gruppe.
Das Jubiläumstreffen trug zur weiteren Vernetzung der Familien bei und setzte inhaltliche Impulse für die zukünftige Arbeit der Selbsthilfegruppe Sputnik-Bielefeld.
Tamilischer Kultur- und Bildungsverein
Im Zeitraum vom 20. bis 24. Oktober 2025 fand in den Herbstferien ein Theaterworkshop des Tamilischen Kultur- und Bildungsvereins Bielefeld e.V. statt. Teilgenommen haben Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 8 bis 16 Jahren. Der Workshop wurde in Kooperation mit Theater Impulse durchgeführt und von einem Theaterpädagogen geleitet.
Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt (jüngere Kinder am Vormittag, ältere am Nachmittag). Zu Beginn wurden Ideen, Themen und Wünsche gesammelt, die inhaltlich für die Erarbeitung des Theaterstücks genutzt wurden. Themenschwerpunkte waren unter anderem Liebe, Umwelt, Frieden und gesellschaftliche Probleme.
In den folgenden Tagen arbeiteten die Gruppen intensiv an der Umsetzung des Stücks. Dabei standen die Förderung von Ausdrucksfähigkeit, Teamarbeit und Selbstvertrauen im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen übten sowohl das Sprechen vor Publikum als auch die schauspielerische Darstellung und die Integration von Musik und szenischen Elementen.
Am Ende der Woche präsentierten die Teilnehmenden das fertig ausgearbeitete Theaterstück vor Eltern, Verwandten und weiteren Gästen. Jedes Kind trug seinen Text flüssig vor, und die Aufführung spiegelte die zuvor bearbeiteten Themen wider. Abschließend wurden die Teilnehmenden mit kleinen Anerkennungen gewürdigt.
Der Workshop bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ausdrucksfähigkeit und Selbstsicherheit zu erweitern, Teamarbeit zu erleben und eigene kreative Ideen umzusetzen.
Am 20. September 2025 unternahmen Kinder und Lehrkräfte der tamilischen Schule einen Ausflug zum Vogelpark Walsrode. Ziel der Exkursion war es, den Teilnehmenden die Vielfalt der Vogelarten näherzubringen und ein Erlebnis abseits des Schulalltags zu ermöglichen.
Insgesamt nahmen 29 Kinder und 14 Lehrkräfte teil. Die Gruppe erkundete den Park eigenständig und in Begleitung von Lehrkräften. Im Verlauf des Tages fanden zwei Führungen statt, bei denen die Teilnehmenden Informationen zu Herkunft, Lebensraum und Verhalten der Vögel erhielten. Zusätzlich wurden Vogelvorführungen besucht, bei denen Vögel Tricks zeigten und frei flogen.
Die Kinder und Jugendlichen konnten ausgewählte Vögel, darunter eine Schneeeule und einen Uhu, aus nächster Nähe erleben. Außerdem gab es Möglichkeiten, den Parkbereich „Uhu-Burg“ zu erkunden und ein interaktives Erlebnis mit einem Dinosaurier-Kostüm wahrzunehmen.
Der Ausflug vermittelte den Teilnehmenden neue Eindrücke zur Artenvielfalt, förderte die Beobachtungsgabe und bot Gelegenheit für gemeinsames Erleben und Lernen in einem außerschulischen Rahmen.
ZENTRUM TEMPUS Bielefeld e.V.
Im Rahmen eines Workshops fand ein Bildungs-„Absichtscheck“ für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren statt. Ziel war es, mithilfe der kreativen Methode NeuroGraphik® die eigenen Bildungsziele zu reflektieren, bewusste Entscheidungen für den schulischen oder beruflichen Weg zu treffen und emotionale sowie kognitive Prozesse sichtbar zu machen.
Der Workshop begann mit einer kurzen Einführung in die Methode. Anschließend durchliefen die Teilnehmenden drei Schritte:
- Formulierung der Absicht: Die Jugendlichen legten ein persönliches Bildungsziel fest, z. B. den Schulabschluss oder die Orientierung in Richtung Beruf.
- Zeichnen des Absichtsbildes: Unter Anleitung wurde das Ziel grafisch dargestellt. Im Vordergrund stand nicht das künstlerische Ergebnis, sondern der individuelle Ausdruck.
- Reflexion: Zum Abschluss beschrieben die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Veränderungen in Bezug auf Haltung und Zielklarheit.
Im Verlauf des Workshops zeigte sich, dass die Methode für die Teilnehmenden neue Zugänge zur Selbstreflexion eröffnete. Einige Jugendliche berichteten, dass sie unbewusste Hindernisse
oder Ängste erkannt hatten. Insgesamt ließ sich eine gesteigerte Motivation sowie ein klareres Bewusstsein für die eigenen Bildungswege feststellen.