Online-Workshops Rassismuskritik vom Landesjugendring NRW

>> MODULE ZU RASSISMUSKRITISCHER JUGENDVERBANDSARBEIT

Warum ist Rassismuskritik im Jugendverband wichtig?

Rassismus in der Gesellschaft wirkt auf allen Ebenen der Gesellschaft, also sind Jugendverbände grundsätzlich auch Räume, in denen Rassismus wirkt. Rassismus verletzt Kinder und Jugendliche bei ihrem Aufwachsen. Er entmenschlicht und behindert Empowerment, nicht nur von Menschen mit Fluchtgeschichte.

Zwei Seiten einer Medaille: Empowerment und Sensibilisierung

Im Projekt „Du.Ich.Wir. – Internationale Biografien im Jugendverband“ steht eine Sache im Mittelpunkt: das Empowerment von Kindern und Jugendlichen mit internationalen Biografien. Empowerment ist gemeinschaftliche Stärkung, Selbstermächtigung und Befreiung von Unterdrückung. Empowerment im Jugendverband kann z.B. heißen, darin bestärkt zu werden, Verantwortung und eine aktive Rolle im Verband zu übernehmen. Empowerment hat auch etwas damit zu tun, Macht in Frage zu stellen sowie Hürden zu erkennen und zu überwinden.

Der Gegenbegriff zu „Empowerment“ ist „Sensibilisierung“, nämlich derjenigen, die in Machtpositionen sind. Sensibilisierung ist das Erkennen von eigenen Privilegien und in der Folge im besten Fall die Bereitschaft, diese einzusetzen und Diskriminierung abzubauen.

Kinder und Jugendliche nach Fluchterfahrung sind besonders verwundbar durch Rassismus, selbst wenn dieser nicht absichtlich ausgeübt wird. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nach Flucht ist deswegen besonders wichtig, dass weiße Menschen die eigenen Rassismen und Privilegien reflektieren.

Mit den Fortbildungsmodulen soll die Basis für Empowerment und einen rassismuskritischen Umgang im Jugendverband geschaffen werden.

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