Wir fordern, dass die Stadt Bielefeld einen zusätzlichen, partizipativen Ort der Jugendkultur schafft!

Bis in die 1990er Jahre hatte Bielefeld eine Vielfalt an kulturell geprägten Orten speziell für
Jugendliche und junge Erwachsene. In den vergangenen 20 Jahren sind diese Orte, in denen nichtkommerzielle jugendkulturelle Angebote stattfinden konnten, aufgrund von Schließungen
oder Nachbarschaftsklagen deutlich weniger geworden.

Aktuell finden viele jugend- und subkulturell geprägte Szenen, die traditionell in Jugendeinrich- tungen beheimatet waren, kaum noch Gelegenheiten für eine aktive kulturelle Beteiligung in der Stadt.

So sind beispielsweise durch die Beschränkungen, die das Jugendzentrum Kamp und das JZ Falkendom erfuhren, jährlich 200 Veranstaltungen respektive Auftrittsmöglichkeiten verloren
gegangen; jedes Jahr fallen zehntausende Konzert-Besuche weg. Es gibt mittlerweile, mit
Ausnahme des Bunker Ulmenwall, keine Einrichtung in Zentrumsnähe mehr, in der unkommerzielle, jugendkulturelle Angebote und Auftrittsmöglichkeiten gegeben sind.

In Bielefeld fehlt ein Jugendkulturzentrum: das Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten für Bands ebenso bietet wie flexibel nutzbare Räume für vielfältige künstlerische Betätigungen medialer, musikalischer oder gestaltender Art.

Die Schaffung eines neuen, zusätzlichen Jugendkulturzentrums, an dem sich vielfältige Subkulturen kreuzen und miteinander agieren können, ist gesellschaftlich wichtig. Es ist ein Weg, um soziales Miteinander zu schaffen und zu stabilisieren. Dies gilt angesichts der wachsenden, sich weiter verjüngenden Bielefelder Bevölkerung umso mehr.

Die partizipative Gestaltung des Jugendkulturzentrums soll durch den konzeptionellen Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gewahrt werden. Fachkräfte der Einrichtung handeln als Unterstützer von ehrenamtlichem und kulturellem Engagement der Teens, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie als (Mit-)Organisator von jugendkulturellen Workshops.

Kultur und Interessen sind im ständigen Wandel. In der Bielefelder Gesellschaft wird der kulturelle Fortbestand in dem Ausmaß gesichert sein, in dem die aktive kulturelle Teilhabe junger Menschen gelingt.

Darüber hinaus wird Bielefeld, als kulturelles Oberzentrum in OWL und Studierendenstadt, durch einen Jugendkulturzentrum an Attraktivität, Kreativität und Strahlkraft gewinnen.

 

Wir fordern, dass die Stadt Bielefeld einen zusätzlichen, partizipativen Ort der Jugendkultur schafft!

Den Aufruf gibt es hier zum ausdrucken und unterschreiben.

Forderung_Jugendkulturzentrum 

 

Rücksendungen bitte an den:

Bielefelder Jugendring

Alfred- Bozi- Str. 23

33602 Bielefeld

 
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